Aktuell

Jahresplan 2022

19.02.2022, 10 Uhr, Arbeitseinsatz

22.05.2022, 14 Uhr Mitgliederversammlung, 15 Uhr Reihe „Offenes Atelier“: Joanna Schulte und Alica Kaeth

19.06.2022, 15 Uhr Eröffnung Landschaftskunstprojekt „Haus.Ort – Eilsdorfer Hausurnen“ (Arbeiten von Marie Luise Faber, Tina Flau und Henry Puchert) in Eilsdorf und Ausstellungseröffnung „Haus“ im Kunstverein Röderhof (mit Arbeiten von Rachel Kohn, Ulrich Tarlatt, Anette Groschopp und Wieland Krause
Reihe „Offenes Atelier“: Jan Kromke und Sibylle Mundt

23.10.2022, 15 Uhr Reihe „Offenes Atelier“: Christiane Bergelt und Simon Baumgart
Mitgliederversammlung

Grußworte

Vor mehr als 30 Jahren hat die Kunst in Röderhof einen Ort gefunden, ausgerechnet hier, in dieses kleine Dorf ist sie eingezogen, am Nordrand des Höhenzugs Huy gelegen. 30 Jahre Kunst in Röderhof sind ein schöner Anlass sich zu erinnern, an eine Zeit, als sich ein Kreis befreundeter Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber, Künstlerinnen und Künstler zusammenfand, um in dem baufälligen Gebäude des Röderhofes Schlosses eine Bleibe für den neu gegründeten „Kunstverein Schloss Röderhof“ zu finden.

Ausstellungseröffnung im Schloss, Anfang 1990er Jahre

Niemand ahnte damals, dass sich die Idee eines Kunstvereins mit Stipendienbetrieb über viele Jahre hinweg tragen würde. Schloss Röderhof, später und bis heute die gegenüberliegende ehemalige Brauerei, bildeten und geben noch heute den Rahmen für eine intensive Auseinandersetzung zwischen Künstlerinnen, Künstlern und interessierten Laien.

Unser Verein vergibt zwei Stipendien im Jahr, vier weitere nominieren unabhängige Fachleute und das Land Sachsen-Anhalt als Geldgeber. Wir bieten den Stipendiatinnen und Stipendiaten einen Rahmen und die Räumlichkeiten für freies, dem Alltag entrücktes Arbeiten in den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie.

Unser Haus beherbergt neben zwei Wohn- und Arbeitsateliers auch Ausstellungsräume, eine Druckerei und Vereinsräume. Seit 2007 kann man bei uns drei von Künstlerinnen und Künstlern gestaltete Museen besuchen und seit 2019 wurden und werden in den umliegenden Dörfern temporäre Kunstschaufenster eröffnet.

Kunstschaufenster 2020

Viele Mitglieder unseres Vereines und die Mehrheit des Vorstands sind nicht selbst künstlerisch tätig – von uns wird keine Kunst gemacht. Nicht im Sinne der bildenden Kunst. Unsere Arbeit ist zumeist administrativ – wir planen Projekte, finden Ideen (oder greifen sie auf) und wir verwalten sie, indem wir für eine entsprechende Finanzierung sorgen.

In den vielen vergangenen Jahren ist uns das vermehrt und vorbildlich gelungen. Zu danken ist dies einem über nunmehr mehrere Jahrzehnte aufrecht erhaltenen ehrenamtlichen Engagement der Vorstands- und Vereinsmitglieder. Für die Beteiligten vom Verein selbstverständlich, ist diese Art des Lebens für eine Idee manchem unserer Gäste wenig bewusst.

Wir wünschen uns weiterhin das Verständnis unserer Arbeit als eine „Kunst des Miteinanders“ gleichgesinnter, engagierter Menschen unterschiedlicher Profession. Es ist die „Kunst der Kommunikation“, die „Kunst der Freiheit von Arbeit und Gedanken“ und die „Kunst der Negation von unproduktivem Egoismus“. Dieser Geist lässt unsere bekannten und unbekannten Stipendiengäste bis heute in gewollt spartanischem Rahmen arbeiten und eine Stipendienzeit lang bei uns leben. Neue Gedanken, Arbeiten, Ideen und Lebenseinstellungen sind der Lohn. Unser Ehrenamt macht es möglich.

Gern laden wir Sie und euch ein, unseren Verein kennen zu lernen. Einen kleinen Einblick gestatten diese Seiten – die Landschaft des Huy, unser Haus, die Künstlerinnen und Künstler sowie die ausgestellten Arbeiten aber lohnen eine Reise. Besuchen Sie uns in Röderhof!

Ulrich Vorwerk im April 2022
Vereinsvorsitzender

Ausstellungseröffnung zum 30-jährigen Jubiläum des Kunstvereins 21.07.2019

Neue Website

Seit Mai 2022 ist die neue Website des Kunstvereins online.

Neben den Informationen zu aktuellen Terminen und Projekten des Kunstvereins ist es nun auch möglich, in dem umfangreichen Archiv zu forschen. Es vermittelt einen Eindruck von der Vielfalt der Aktivitäten von Künstlerinnen und Künstlern in Röderhof und Umgebung sowie vom Engagement der Vereinsmitglieder, die dies seit über 30 Jahren ermöglichen.

Die Retrospektive bitten wir als „work in progress“ zu betrachten, nicht alle Projekte und Ausstellungen sind schon erfasst. Gern nehmen wir auch Hinweise, zum Beispiel zu möglichen Ergänzungen, entgegen.

Die Anfangsjahre des Kunstvereins – Ausstellung im Schlosshof

Röderhof / Leipzig, 15.04.2022

Künstlermuseum „Geologische Meditation“

„Geologische Meditation“ von Carl Vetter

Das Gebäude des Kunstvereins ist Ausgangspunkt der Kunst- und Naturwanderungen im Huygebiet. Das Huygebiet verfügt über sehr prägnante geologische Landmarken, die es ermöglichen, durch Wiedererkennen die Position im Gebiet zu bestimmen und die Wirkung erdgeschichtlichen Waltens zu verstehen. Im oberen Kellergeschoss des Kunstvereinsgebäudes ist das Künstler-Museum »Geologische Meditation« zu besichtigen.

Das Museum wurde 2004 im Rahmen des Projekts „Orientierungsraum Landschaft“ eröffnet.

Künstler-Museum „Obstbaukultur“

Das Künstler-Museum im unteren Kellergeschoss des Kunstvereins Röderhof von Sabrina Hohmann ist inspiriert vom Gedanken an die menschliche Kulturleistung des Anbaus und der Züchtung von Obstgehölzen. Im gesamten Huygebiet spielten in der Vergangenheit die Obstkulturen eine herausragende Rolle in der bäuerlichen Nebenbewirtschaftung. Der Kirschanbau wurde sogar zu einer Haupteinnahmequelle von Obstbauern und Verarbeitern im Huygebiet. An den noch vorhandenen Rudimenten von Obstwiesen ist dies deutlich erkennbar.

„Obsttbaukultur“ von Sabrina Hohmann

Das Museum wurde 2004 im Rahmen des Projekts „Orientierungsraum Landschaft“ eröffnet.

Heinrich-Meutefin-Museum

Das »Heinrich-Meutefin-Museum« in Huy-Neinstedt gibt Auskunft über die reiche Flora der Huylandschaft. Der Schuhmacher Heinrich Meutefin, 1745 in Dingelstedt geboren, starb 1816 in Huy-Neinstedt. Er vertrieb bis zu seinem Lebensende im Huy gesammelte Kräuter, zu denen er den Kräutern gewidmete Gedichte legte. Diese Tatsache war Anlass, zur Flora des Huy ein Kunstwerk zu schaffen. Das erste automatische Museum in Deutschland kann vom Besucher selbsttätig geöffnet werden.

Zur Idee: Die Künstler-Museen sollen im gesamten Gebiet durch Kunstwerke existieren, die kabinettartig oder als plastische Skulptur einen geistigen Bezug zur erlebten Umwelt anregen. Das Museum ist als Musenort und als Ort der Muse zu verstehen, ein Ort, der auch permanenter Änderung unterworfen ist. Aus einer anfänglichen Grundstruktur, welche sich einigen Hauptthemen, wie Geologie, Botanik und Geisteskultur, materieller Kultur und religiösen Auffassungen widmet, soll sich ein komplexes Gebilde entwickeln, in dem sich die Veränderungen eines geografischen Raumes niederschlagen.

Das Museum wurde 2004 im Rahmen des Projekts „Orientierungsraum Landschaft“ eröffnet.