Stipendiatenordnung

Der Kunstverein Röderhof verfolgt das Ziel, zeitgenössische bildende Kunst und Literatur bekannt zu machen und das Verständnis für Kunst in der Öffentlichkeit zu befördern. Zu diesem Zweck sollen Künstlerinnen und Künstler die Gelegenheit erhalten, im Künstlerhaus für eine begrenzte Zeit zu arbeiten und ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen.

Im Künstlerhaus des Kunstvereins stehen zwei Ateliers ganzjährig zur Verfügung. Atelier, Druckwerkstatt und Ausstellungsraum können von den Stipendiaten nur in Absprache mit dem Kunstverein genutzt werden.

Blick in Atelier 1

Durch das Land Sachsen-Anhalt wird den Stipendiaten nach Maßgabe der Haushaltslage ein Stipendium in Höhe von 1.000 Euro monatlich gewährt. Die erste Zahlung erfolgt nach Eingang des Geldes, spätestens jedoch am Ende des ersten Stipendienmonats. Davon verwaltet der Verein eine Kaution von 100 Euro, die nach Beendigung des Stipendienzeitraumes mit den angefallenen Telefongebühren und zur Begleichung aufgetretener Schäden verrechnet wird.

Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch den Vorstand des Kunstvereins in Abstimmung mit dem Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt. Zur Benennung der Stipendiaten werden Kuratoren eingesetzt. Als ständiger Kurator tritt der Kunstverein Röderhof e.V. auf. Je ein weiterer Kurator wird durch den Kunstverein Röderhof e.V. und den Kunstbeirat des

Landes Sachsen-Anhalt vorgeschlagen. Die Benennung der Kuratoren erfolgt bis zum 30.09. des Vorjahres. Die Benennung der Stipendiaten durch die Kuratoren soll bis zum 30.11. des Vorjahres erfolgen. Bewerbungen um einen Aufenthalt sind zulässig. Bei der Auswahl der Stipendiaten wird angestrebt, dass jüngere Künstler, die am Anfang ihrer künstlerischen

Entwicklung stehen, und erfahrene Künstler, die bereits mehrere Jahre professionell künstlerisch tätig sind, voneinander profitieren. Ein ausgewogenes Verhältnis der Anzahl von jüngeren und erfahrenen Künstlern und der Anzahl von Künstlern aus Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern sowie dem Ausland wird angestrebt.

Der Aufenthalt im Künstlerhaus gilt in der Regel für drei Monate. In begründeten Fällen kann der Aufenthalt verkürzt beziehungsweise verlängert werden. Das Stipendium wird dem Künstler für einen Aufenthalt im Künstlerhaus Röderhof gewährt. Eine Abwesenheit vom Ort des Stipendiums, die zur Regelung beruflicher und persönlicher Angelegenheiten erforderlich sein kann, soll insgesamt zwei Wochen nicht überschreiten. Ein wesentlich verzögerter Antritt des Stipendiums sowie ein vorzeitiger Abbruch des Aufenthaltes müssen der das Stipendium gewährenden Stelle mitgeteilt werden.Der Kunstverein Röderhof e.V. ist für die Einhaltung der Regelungen verantwortlich. Er übernimmt darüber hinaus die Aufgaben, die Stipendienergebnisse im Verlaufe des Stipendienzeitraumes durch die „Offenen Ateliers“ zu präsentieren und weitere Kontakte in die Öffentlichkeit zu vermitteln. Dabei sollen die Stipendiaten mitwirken.

Es wird erwartet, dass jeder Stipendiat und Gast des Hauses sich so verhält, dass das Zusammenleben im Künstlerhaus Röderhof gefördert wird. Die Stipendiatenordnung ist vom Stipendiaten schriftlich anzuerkennen. Durch den Stipendiaten ist nach Beendigung des Stipendiums ein kurzer zusammenfassender Bericht der Kunstarbeit zu erstellen, welcher durch den Kunstverein an die Stipendien gewährende Stelle weitergegeben wird.

Röderhof am 9.9.2013, der Vorstand

Blick in Atelier 2

Hausordnung

Regeln für die Ateliernutzung im Kunstverein Röderhof e.V. / Hausordnung

Es wird erwartet, dass jeder Stipendiat und Gast des Hauses sich so verhält, dass das Zusammenleben im Künstlerhaus Röderhof gefördert wird.

Kunstverein Röderhof
  • Jeder Stipendiat des Kunstvereins kann über den gesamten Stipendienzeitraum insgesamt 14 Tage Besuch empfangen. Zur Deckung der Kosten wird eine Pauschale von 5 € pro Übernachtung und Person erhoben. Ausnahmen von dieser Regelung bedürfen der Zustimmung des Vorstandes.
  • Im gesamten Kunstvereinsgebäude und in den Ateliers ist das Rauchen verboten.
  • Haustiere sind nicht zugelassen.
  • Die Nutzung der vereinseigenen Räume und deren Ausstattung – einschließlich des Außenbereiches – sowie der Gebrauch vorhandener Arbeitsmaterialien sind mit dem Vorstand abzusprechen.
  • Jeder Stipendiat bemüht sich, Müll zu vermeiden und mit Wasser, Heiz- und Elektroenergie sparsam umzugehen.
  • Nach Beendigung des Stipendiums werden keine Nahrungsmittelreste, Reinigungsmittel oder Haushaltschemikalien zurückgelassen.
  • Die Ateliers werden in einwandfreiem Zustand an den Verein übergeben.

Röderhof, am 13.01.2014, der Vorstand

Stipendiatenhefte

Seit 2000 erschienen folgende Stipendiatenhefte:

2002

Thomas Blase, Annedore Dietze, Jürgen K. Hultenreich, Christian Hussel, Dietrich Oltmanns, Heide Katrin Schmiedel

2003

Joachim Böttcher, Manuel Terra Eitner, Dirk Heerklotz, Tim Ingold, Dr. Klaus Jena, Petra Kasten

2004

Detlef Beer, Frank Herrmann, Odine Lang, Ilka Leukefeld, Carl Vetter, Thomas Wöhrmann

2005

Petra Bern, Göran Gnaudschun, Kerstin Grinda, Annegret Haas, Thomas Knoth, Andreas Walter

2006

Silvia Dzubas, Hans Hoge, Christopher Noelle, Walter Thümler, Ramona Welsh, Susan Wittwer

2007

Rita König, Niels Hanisch, Sonja Alhäuser, Ute Lohse, Cornelia Friederike Müller

2008

Tobias Stengel, Matthias Zielfeld, Leipzig, Jörn Lies, Sonja Ruf, Jerome Mikulla, Karin Jarausch, Anette Groschopp (Stipendium 2007)

2009

Frank Tangermann, Jane Wegewitz, Katharina Immekus, Franca Bartholomäi, Timo Katz, Lars Petersohn

2010 und 2011 erschienen keine Stipendiatenhefte, Stipendiat*innen waren:

Alexander Peer, Leo Kaufmann, Rainer Wilcke, Reingard Brauer, Rüdiger Giebler, Volker Lang (2010), Wiebke Elzel, André Schinkel, Veronika Schneider, Jean Kirsten Dorthe Goeden, Jule Claudia Mahn (2011)

2012

Frank Müller, Tina Labuzinski, Zurab Apkhsashvili, Gocha Gulelauri, Renate Sattler, Martin Feistauer

2013

Telma Santos, Tiago de Oliveira, Gertrud Neuhaus, Mario Bierende, Katharina Günther, Astrid Bredereck

2014

Nancy Jahns, Thomas Henniges, Verena Hahn, Rita Lass, Jáchym Fleig, Franziska Klose

2015

Kathleen Fink, Louis Volkmann Wilhelm Bartsch, Sonja vom Brocke, Anna Schapiro, Sebastian Herzau

2016

Paula Kempker, Akane Kimbara, Kimberly Meenan, Sarah Fischer, Christin Wilcken, Robert Schlotter

2017

Reinhard Krehl, Cornelia Rößler

Fortsetzung folgt

Sammlung

Die Sammlung des Kunstvereins umfasst Objekte, Grafiken und Zeichnungen sowie Mappenwerke zeitgenössischer Kunst resultierend aus der Arbeit des Vereins, so z.B. aus den verschiedenen Werkstätten.

(Auswahl)

Henry Puchert Monte bianco
Keramik

Dietrich Oltmanns Bäume
drei Kästen mit Fotos

Gabi Rets Serie Erinnerte Wege
Zeichnungen

Kurt Buchwald ohne Titel
zwei Fotografien

Martin Dietrich Müller Quellen des Huy
Video, Skizzen, Fotos

Wieland Krause Windangel
Kunstobjekt

Carl Vetter Lieder des Huy
Holz, Kalkstein

Arbeiten in Eisenguss von
Hagen Bäcker, Johanna Bartl, Reiner Barzen, Heinz Brehlo, Jörg Herold und Iris Kettner

Mappe Flagge zeigen der Edition Staeck

Grafik/Fotografie von den Künstlern: Hagen Bäcker, Thomas Blase, Kurt Buchwald, Jens Elgner, Gertrud Färber, Andreas Hanske, Frieder Heinze, Ruth Heyder, Ralf Klement, Hans-Wulf Kunze, Maria Lino, Georg Marcks, Henry Puchert, Erich Reischke, Gabi Rets, Hans Hermann Richter, Carl Vetter, Olaf Wegewitz, Ulrich Zieger

Diakästen von Dietrich Oltmanns